Exposé
Mia und Merle waren zehn Jahre alt, als
Corona begann und zwölf Jahre, als das Virus
sich endlich zurückzog.
Die beiden Mütter von Merle sind nach Japan
geflüchtet, um dort eine Ausbildung für
Waldbaden zu absolvieren. Mias Eltern ziehen
von Frankfurt in das sechzig Kilometer
entfernte Dorf Berstadt in der hessischen
Wetterau..
Hier trifft Mia auf den Zauberer Akatsukie-san
und seine Schildkröte Futumi. Akatsukie
(Suukie)-san hat einen Kaugummi erfunden,
der nach quantenphysikalischen Prinzipien
funktioniert.
Mit diesem Kaugummi können Merle und Mia
quer durch die Welt reisen, auch nach Japan in
die Wetterau und zurück.
Die Freundinnen können ihren Eltern
beweisen, dass Freundschaft stärker ist als
physische Grenzen.
Und Berstadt beweist den Stadtmenschen,
dass ein Dorf viel spannender sein kann, als es
jemals zu erwarten war.
Hallo lieber Lesenden, neues Jahr, neues Glück.
Heute ist Outing Tag und ich freue mich sehr, die drei Protagonist/innen meines Berstadt Romans vorstellen zu dürfen weiter unten findet ihr noch Textschnipsel. die euch auf die Spur der Geschehnisse führen werden.
Corona war eine schwierige Zeit für uns alle und auch mich hat es irgrndwann erwischt. Ich war gerade umgezogen und all meine Bücher waren noch in meinem alten Haus. Das Einzige, was ich gefunden habe, war die Dorfchronik von Berstadt.
Damit war die Idee für Merle und Mia geboren. Futumi kommt von einem Instagram Post, in dem eine Schildkröte Skateboard fährt.
Jetzt ist mein Buch fertig und ich bereite die Veröffentlichung vor.
Mit Chat GPT verhelfe ich meinen Figuren sichtbar zu werden.
Leider macht das Programm noch viele Fehler,
Ich verkaufe das jetzt mal als Spiel. Wer findet den Fehler?
Leider habe ich weder Zeit noch Geduld, das zu korrigieren. Aber als Teil des Buchwerdungsprozess schenke ich Euch dieses kleine Maleur und hoffe, ihr habt Freude daran.
Bis zum nächsten Mittwoch
Merle, Mia, Futumi und Melanie
Ps.: Bitte richtig lesen:
- kann mit quantenphysischen Kaugummies reisen
- ist für jeden Spaß zu haben
Mia&Merle erster Teil : Mia und Futumi
Leseprobe Teil 1: Mia und Futumi
... Dass die Zeit noch langsamer kriechen konnte als in den Kugelvirus-Jahren, hätte Mia nicht erwartet. Berstadt. In Hessen. Berstadt!? Was sollte das bitte sein? Ein Dorf im kahlen Nirgendwo der Wetterau? In der Wetterau war sie schon mal. Also, sie waren durchgefahren, im Winter, auf dem Weg in den Vogelsberg. Skifahren und auch Schlittenfahren waren ein echtes Erlebnis. Mia mochte den Vogelsberg. Und irgendwo auf der Durchfahrt zwischen Frankfurt und Schneespaß lag es: Berstadt. Das Dorf gleich neben Irgendwo. Ohne „ä“ oder ein zweites „e“. Keine Bären und keine Beeren. Berstadt mit einem „e“ - das hörte sich gähnend langweilig an.
Mia verbrachte Woche um Woche mit Lackschaben und vergaß die Zeit, weil Zeit ohne Merle keine Bedeutung mehr hatte.
Sommerferien - irgendwann mussten Sommerferien sein, und die würden auch irgendwann zu Ende gehen. Mia vertraute darauf, dass Merle dann einfach aus dem Nichts wieder auftauchte. Das siebte Schuljahr würde in der neuen Schule im Nachbarort Wölfersheim starten. Mia fühlte sich einem Start in der neuen Schule überhaupt nicht gewachsen, allein der Gedanke daran war monumental schreckeinflößend. Außerdem hatte das Homeschooling mit Papa ja immerhin so gut geklappt, dass sie in die sechste Klasse ganz gut überstanden hatte und es in das Gymnasium geschafft hatte. Trotzdem wollte Mia keine neuen Kinder kennenlernen, sondern ungestört in ihrem Zimmer sitzen. Ende Gelände.
Die Langeweile war ihre zweite Haut geworden, die fast tröstlich wirkte bei all dem Durcheinander. In ihren Langeweile-Träumen tauchte immer wieder Merles Gesicht auf. Die Freundin mit den braunen Haaren und einer langen, roten Zunge. Merle benutzte sie immer, wenn ihre Frechheit sie überwältigte. Sie sah dann aus wie ein seltsames Reptil, das irgendwo aus dem Meeresgrund gekrochen kam. Mit Sommersprossen und einem Berg Wuschelhaare!
Kleine Tränen trübten Mias Augen. Sie pulte Farbe. Ratsch, ratsch! Ein winziges Stück Farbe flog in die Morgenluft. Mia sah ihm nach. Es war rot, ein Stück Mohnblume. Aus Eisen.
Mia hob eine Augenbraue und sah dem winzigen Farbfleck nach, wie er in den Hof nach unten flog. Aber dann stimmte etwas nicht. Ein winziges Stück Farbe konnte unmöglich ein derart großer Fleck werden! Und zwar so groß, dass sie ihn noch von ihrem Fenster aus sehen konnte. Der knallrote Farbklecks kroch jetzt im Schneckentempo über den staubigen Boden. Das kam Mia ganz unmöglich vor.
Spielte ihr das flirrende Morgenlicht einen Streich?
Der Klecks bewegte sich ungerührt weiter.
Da tat Mia etwas, was sie schon seit Monaten nicht mehr getan hatte!...
To be continued
Alle Rechte liegen bei der Autorin. Falls jemand weiterschreibt: Bitte melden. Freu mich!
Leseprobe Teil 2 Akatsukie (Suukie)- san
Akatsukie-san lebte zwar schon einige Jahre in Deutschland, hier und dort, aber er passte nirgendwo so recht ins Bild. So wie seine Schildkröte, die schon wieder abgehauen war. Allein schon wegen seines Kleidungsstils passte er nicht nach Berstadt. Er trug immer eine helle Leinenhose und darüber einen schicken, weinroten Gehrock samt mit goldenen Fäden bestickter Weste, egal ob es im Sommer heiß oder im Winter frostig war. Hätte Akatsukie-san statt des Postboten an Mias Tor geklopft, wäre er glatt als Weihnachtsmann durchgegangen. Vielleicht fiel er auch deshalb aus dem Rahmen. Es war außerdem ausgesprochen schwierig, sein genaues Alter zu schätzen. Akatsukie-san trug zwar einen langen, dünnen, schlohweißen Bart, das schon, hatte aber keine einzige Falte im Gesicht! Außerdem war er ziemlich klein, kaum größer als die dreizehnjährige Mia. Trotz seines dicken Bäuchleins bewegte er sich gelenkig und flink wie ein Kätzchen. Als er sich bückte, sah er aus wie ein Klappmesser mit Zwergenbart.
„Tsagaan Övgön!“ Diese fremdartigen Wörter purzelten wie Glaskugeln aus dem Mund des kleinen Männleins, das da gebückt über die Dorfstrasse huschte und in jeden Winkel spähte. In fast jeden Winkel. Wenn er in jeden sorgfältig gespäht hätte, dann wäre ihm Mia ganz bestimmt aufgefallen. Sie bediente sich gerade ihrer Gabe unsichtbar zu sein, obwohl sie es natürlich nicht war.
„Tsagaan Övgön! Wo bist du? Mach’ bloß keinen Ärger. Ach weh, oh weh! Tsagaan Övgön! Dafür hab’ ich dich nicht gerettet. Ich hätte alle Barthaare verlieren können bei unserer Flucht!“ Tsagaan Övgön, war dieser seltsame Name der Richtige Name ihrer Schildkröte? Und warum hätte der seltsame Mann fast alle Barthaare verloren? Mia drückte sich noch fester in eine kleine Muschelzypresse, deren wuscheliger Wuchs sie ausladend genug machte, um Mia und Futumi zu verstecken.
Akatsukie-san hatte dem japanischen Schildkröterich seinen alten mongolischen Namen gegeben. Er wollte sichergehen, ihn nicht zu vergessen. Akatsukie-san hatte bereits tausend Namen getragen. Wenn ihn jemand beispielsweise nach Namen vierhundertneununddreißig gefragt hätte, dann hätte er auch ihn ohne das lustige Gesicht des Eselchens, das ihn einst trug, vergessen.
Der Meister hatte keinesfalls vor, die Suche nach Tsagaan Övgön erfolglos abzubrechen, aber sein Herz wurde schwer und dunkle Zweifel beschlichen ihn. In diesem Fall half es auch nicht, dass er offiziell altehrwürdig war - vor einigen Monaten hatte er sich eine Auszeit genommen. Dieser ganze Corona-Alarm war einfach zu viel und jeder braucht schließlich mal Urlaub, oder?
To be continued
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Leseprobe Teil 3 / Chaos in Berstadt City
„In diesem Spiegel kannst Du alles sehen, was gerade in Berstadt passiert. Aber benutzer ihn nur, wenn Du ihn unbedingt brauchst. Du kannst alle sehen, nur mich nicht."
Warum?
“Keine Ahnung."
Scheinbar war “Warum?“ eine kluge und dumme Frage gleichzeitig. Kleine Kinder stellen sie ja bekanntlich oft, weil sie alles wissen wollen. Aber „Keine Ahnung" war keine befriedigende Antwort.
Ich hab gedacht, Du bist ein Zauberer. Und Quantenphysiker. Dann müsstest du doch eigentlich auf jede Frage eine Antwort haben.
Der Meister dreht sich mit einem kleinen „Pfüff…" von Mia weg und zeigte auf die Haustür.
Auf dem Weg nach Hause kam Mia am Tanzhof vorbei. Gebückt lief sie hinter den Mauern, geradewegs auf den Kirchturm zu. Die Suppe in den Kesseln duftete verführerisch und lockte die Dorfmenschen hinter ihren angestaubten Jalousien hervor. Denn Essen, das war in Berstadt ein großes Wort. Hinter den Fenstern im alten Schulhaus rieben die Bewohner sich ihre Bäuche und fragten sich, ob diese illustre Reisegesellschaft wohl gastfreundlich sein könnte.
Die Bürgermeisterin musste dahinter stecken, da waren sich alle sicher. DIE hatte ja immer verrückte Ideen unter dem gerollten Haarknoten. „Eine Meise unter dem Knerz.“ So tuschelten die Berstädter gerne hinter dem Rücken der Bürgermeisterin über Isabel Wagners Frisur. ...
...Die Stimme wehte zu Mia herüber und als Isabel Wagners Gekreische immer lauter wurde, blieb sie neben einem kleinen roten Fachwerkhaus auf der Treppe zur Kirche stehen und warf einen Blick in den Spiegel. Es konnte sein, dass es notwendig war, sich zu verstecken, wenn es einen ernsten Grund für die Schreierei der Bürgermeisterin gab.
Es gab keinen wirklichen Grund, wie Mia glaubte zu erkennen. Sie beobachtete den kleinen Yeti, den sie vor dem Kindergarten schon einmal gesehen hatte, wie er zwischen den Menschen hin und her lief. Scheinbar versuchte er mit den Berstädtern zu reden, aber sie wandten sich von ihm ab oder wedelten abweisend mit den Händen. Ein kleines Mädchen hielt sich die Nase zu, weil sie den Duft des Yetijungen scheinbar nicht mochte. Leider hatte der Spiegel keine Tonübertragung, und Mia konnte nicht hören, was die Berstädter zu dem kleinen Yeti sagten. Allerdings war sehr gut zu sehen, dass er, wenn die Menschen ihm zu brüsk begegneten, ein Pulver aus einem Säckchen nahm und es nach ihnen warf.
Daraufhin wurden die Menschen still und unbeweglich und Frau Wagners Schreie waren ganz ohne Tonübertragung deutlich hörbar. Mia hatte ganz zarte blonde Haare auf den Armen und die standen jetzt wie kleine Antennen ab und unterstrichen ihre glühenden Ohrspitzen. Die Panikuhr begann zu ticken und sagte Mia, dass sie so schnell sie konnte zu Futumi zurücklaufen musste. Als sie den Spiegel in die Hosentasche steckte, war er heißgelaufen wie ein zu lange gebrauchts Handy.
Dieses Verhalten wurmte die Bürgermeisterin. Immerhin war sie das Oberhaupt von Berstadt! Daher konnte sie nicht anders und baute sich vor dem Zottelteenie auf, hob die Hand und verzog ihr Gesicht zu einer wütenden Grimasse...
To be continued
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Textschnipsel
Glücklicherweise begegnete ihr eines bunten Herbsttages ein kleines rundliches Ömchen mit freundlichen, grünen Augen ihr verriet, was man in Berstadt in einem solchen Fall für gewöhnlich sagte:
„Also, der ist vom Nußbaum gefallen!"
Chaos in Berstadt City
Wegen dieses pöbelnden Trupps, der ja laut Herrn Suukie angeblich entsprechend versorgt worden war, erhielt die Bürgermeisterin an diesem Morgen massenhaft Anrufe von den erbosten Dorfmenschen.
Chaos in Berstadt City
Unter den stolzen Linden campierten die Köchinnen des Zottelheeres. ohne Genehmigung, wohlgemerkt.
Chaos in Berstadt City
Mia&Merle
Der Anfang einer Reise